07.10.-16.10.2025 – Überfahrt nach Neukaledonien
Bevor es weitergeht, ist der Motorenservice fällig. Alles funktioniert wie am Schnürchen. Wir starten den Motor zum Test. Sofort schellt ein Alarm. Es ist anzuraten, nicht nur das alte Öl abzupumpen, doch sollte man auch neues einfüllen. Dieser Lapsus ist schnell behoben und der Motor startet auch sofort ohne weitere Scherereien. Denken wir. Das Genua haben wir repariert, doch ist es uns immer noch ein Dorn im Auge. Beim Segelmacher können wir ein gutes Segeltape kaufen und wollen das Achterliek noch einmal verstärken. Nur der Wind bläst etwas fest, um das Genua vor Anker auszurollen und zu tapen. Am Nachmittag dreht der Wind. In dieser Phase sollte es kurz windstill sein. Und so ist es. Wir erwischen diesen wichtigen Moment. Conny zieht Stef erneut den Mast hoch. Die obere Hälfte des zirka fünf Meter langen lädierten Abschnittes, kann gut geflickt werden. Der Wind nimmt jetzt aber bereits wieder zu, doch Stef gibt nicht auf. Das Segel flattert und windet sich hin und her. Immer wieder gelingt es ihm das Tuch zu halten und irgendwie schafft er, es das grossartige Segelmacher Tape anzubringen. Toll, nun fühlen wir uns bereit und sind zuversichtlich das alles hält.
Am 09. Oktober bläst der Wind mit 40 Knoten an der Insel vorbei. Am 10. früh morgens nur noch mit dreissig, bis er dann gegen Abend wieder an Stärke zulegt. Wir müssen es also irgendwie schaffen dieses windige Eck der Insel in einem guten Moment zu durchsegeln. Als zusätzliche Herausforderung hat der fidschianische Zoll seine eignen Regeln. Einmal am Zoll abgemeldet, müssen wir innert zwei Stunden den Anker lichten und uns unmittelbar auf den Weg machen. Jetzt können wir nicht Morges um fünf beim Zollamt vorsprechen, zu dem haben sie am 10. einen Feiertag. Das bedeutet, zusätzliche Gebühren für uns. Somit klarieren wir bereits am 9. Oktober aus und versuchen die starken Winde zu umfahren.
Am 09. Oktober bläst der Wind mit 40 Knoten an der Insel vorbei. Am 10. früh morgens nur noch mit dreissig, bis er dann gegen Abend wieder an Stärke zulegt. Wir müssen es also irgendwie schaffen dieses windige Eck der Insel in einem guten Moment zu durchsegeln. Als zusätzliche Herausforderung hat der fidschianische Zoll seine eignen Regeln. Einmal am Zoll abgemeldet, müssen wir innert zwei Stunden den Anker lichten und uns unmittelbar auf den Weg machen. Jetzt können wir nicht Morges um fünf beim Zollamt vorsprechen, zu dem haben sie am 10. einen Feiertag. Das bedeutet, zusätzliche Gebühren für uns. Somit klarieren wir bereits am 9. Oktober aus und versuchen die starken Winde zu umfahren.
Alles ist vorbereitet, die Pässe abgestempelt, wir sind bereit. Stef bereitet den Anker vor, Conny im Cockpit startet den Motor. Ein kurzes Röcheln und der Motor stirbt ab. Wir werden nervös. Kontrollieren alles noch einmal. Zweiter Startversuch. Mit etwas Geduld springt er an. Anker hoch und wir fahren ein letztes Mal durch die traumhafte Inselwelt von Fidschi. Im Windschatten der Hauptinsel fahren wir unter Motor durch das glatte Wasser Richtung Norden. Zum Sonnenuntergang sind wir genügend nördlich, um an den starken Winden vorbeizukommen. Wir nehmen Kurs 270°, durchstossen das letzte Wallriff und befinden uns bei gutem Wind und schaukligen Wellen im offenen Meer. Alles läuft nach Plan. Nach drei Tagen sind wir mental in der psychologischen Blase und können die Überfahrt sogar geniessen. Die Windprognosen stimmen für einmal hervorragend. Ab und zu ein kurzer Regenschauer, ansonsten alles sehr ruhig. Am fünften Tag erreichen wir die vorhergesehene Flaute. Daher starten wir den Flautenschieber. Ohne Erfolg. Der Motor macht keinen Wank. Beim Vorfilter scheint eine Dichtung nicht zu sitzen. Bei diesem Geschaukel den Vorfilter neu zu montieren ist eine knifflige Angelegenheit. Doch nach kurzer Zeit ist auch dies erledigt. Wir atmen auf, als der Motor sofort anspringt. Als er selbst nach einigen Minuten noch schnurrt, wie eine junge Katze, senkt sich schliesslich unser Puls. Durch den endlich funktionierenden Autopiloten sind die Stunden in der Flaute sehr entspannt. Früher als angenommen, frischt der Wind auf. Wie prognostiziert, ziehen auch mehr und mehr Wolken auf. In den letzten vierundzwanzig Stunden sollten wir noch einiges an Regen abbekommen. Der letzte Tag bricht an. Der Himmel ist wolkenverhangen und der Wind peitscht die Wellen an. Die Gischt schlägt uns ins Gesicht. Vor uns liegt die Hauptinsel von Neukaledonien. Verdeckt und regenverhangen heisst sie uns nicht auf die freundliche Art Willkommen. Hinter uns am Horizont kämpft sich der grosse rote Feuerball durch die dichte Wolkendecke und versucht dem Tag seinen Glanz zu schenken. Mit perfektem Timing sind wir vor dem breiten Pass durch die Riffe angekommen. Wie üblich bei Fahrten durch die engen Pässe starten wir den Motor. Er springt sofort an. Je näher wir dem Pass kommen, desto kürzer und höher werden die Wellen. Wir steuern unsere Pagsinta von Hand, um den Autopiloten etwas zu schonen. Mit jeder Meile verziehen sich die Wolken. Eine neue Welt zeigt sich. Die steile Küste ist gesäumt mit schmalen, hohen Nadelbäumen. Diese überragen die wenigen Palmen um das Drei- bis Vierfache. Zwischen den Felsen hat es kleine weisse Sandstrände. Im Hintergrund sehen wir, erdige Hügel, bewachsen mit olivfarbenen Büschen. Es ist ein weiterer, unerwarteter Südseetraum durch den «Canal de la Havannah» und zwischen den Inseln durchzufahren. Machten wir bei der Einfahrt durch den Pass mit Maschine und Segel nur viereinhalb Knoten Fahrt, nimmt die Strömung endlich ab und wir rasen mit sieben Knoten dem Hafen von Noumea entgegen. Wie schon so oft, werden wir bei Ankunft begrüsst. Waren es bei den letzten Inseln mal Delfine oder sogar Wale, kommt hier ein Windsurfer angerauscht. Wir winken dem Wassersportler zu. Er kommt näher und näher. Rauscht mit zehn Knoten oder mehr an uns vorbei. Bremst ab, macht seine Manöver und befindet sich wieder zwei Meter neben uns. Mit einem breiten Lachen im Gesicht winkt er zurück. Bei der Marina angelangt, fragen wir nach einem Platz. Nach kurzer Wartezeit weisen sie uns einen Platz in der vollen Marina zu. Einmal mehr ist es schön mit einem so kleinen Boot unterwegs zu sein. Für die kleinen findet sich immer noch ein Plätzchen. Auf dem Hafenbüro schreiben wir uns ein. Zu unserem Erstaunen machen sie gleich die Zollabfertigung für uns und schicken den Beamten der Biosecurity aufs Boot. Im Handumdrehen sind wir im neuen Land angekommen.
17.10.-30.10.2025 – Warten in Neukaledonien
Warten? Vorerst gibt es viel zu tun. Endlich haben wir wieder einmal durchgeschlafen. Nicht nur wegen der Überfahrt, auch vor Anker ist man immer etwas angespannt. Horcht auf jedes Geräusch und ist selbst im Schlaf wachsam. Eine Nacht in der sicheren Marina wirkt Wunder und wir realisieren, wie extrem das Bootsleben an der Substanz nagt. So schön es ist, so hart ist es - selbst in der idyllischsten Bucht. Wir treten an Land, melden uns bei der Gendarmerie, dass wir angekommen sind und schlendern das erste Mal durch die Hauptstadt «Noumea». Viel gibt es nicht zu sehen. Durch die grossen Proteste im vergangenen Jahr, geht es der Wirtschaft nicht gut. Etliche Boutiquen, Einkaufsläden und Restaurants haben die schweren Läden für immer geschlossen. Trotzdem finden wir das ein oder andere Geschäft. Im grossen, französischen Sportartikelanbieter verbringen wir heute besonders viel Zeit. Unsere Gedanken sind bei unserer Weiterreise ohne Boot ab Australien und beim zurzeit sehr regnerischen Wetter in der Region. All unser Sachen haben im Verlauf unserer Reise gelitten. Unsere Reisetaschen sind defekt und der Regenschutz von Stef ist ebenfalls lädiert. Die Taschen testen wir auf Herz und Nieren. Sie sind nicht schlecht, doch genügen sie unseren hohen Ansprüchen nicht ganz. Wahrscheinlich finden wir in Australien besseres. Wir machen einen Plan für die nächsten Tage. Wir müssen die Hürden der Bürokratie von Australien überwinden, wollen bereits einige Sachen in die Schweiz senden und dürfen das Wetter nicht aus den Augen verlieren. Sobald wir sehen, dass ein geeignetes Wetterfenster aufkommt, wollen wir die letzte Etappe in Angriff nehmen. Dieses zu finden ist eine Herausforderung. Viele Tiefs prägen die Region und bringen drehende Winde und Gewitter. Entweder haben wir keinen Wind, zu viel Wind oder zu viele Gewitter. Abwarten für ein einigermassen gutes Fenster ist angesagt. Man sagt unter den Seglern, wenn man auf das perfekte Windfenster nach Australien warten möchte, dann wartet man ewig. Dies macht die ganze Sache etwas schwierig. Für uns ist klar. Wir brauchen einiges an Wind, weil wir zu wenig Diesel für die ganze Strecke haben. Auch möchten wir starke Gewitter meiden. Da die Vorhersage teilweise im Sechsstunden-Takt von fünfunddreissig Knoten Wind zu fünf Knoten wechselt, macht es die Entscheidung, wann wir lossollen, nicht einfacher. Ein grosses Thema in Australien sind Ameisen. Das Boot muss ameisenfrei sein, um einklarieren zu dürfen. In gewissen Häfen haben sie sogar Hunde, welche Ameisen riechen. Wir haben unseres Wissens keine Ameisen an Board. Auf einem Boot gibt es jedoch so viele Schlupflöcher, dass wir kein Risiko eingehen möchten. Unser Plan steht. Die Versanddienste abklappern, damit wir zirka sechzig Kilos an Ware nach Hause senden können. Die lokale Post ist bei weitem am günstigsten. Karton haben wir vom Decathlon erhalten. Die Marina hat Schubkarren, welche für den Einkauf gedacht sind. Wir beladen diese mit unseren Sachen für die Schweiz, dem Karton und Klebeband und machen uns auf zur Post, welche zum Glück nicht weit ist. Auf der Post nisten wir uns beim Pakettisch und der Wage, welche zur Verfügung steht, ein. Alles geht zuerst auf die Waage. Wir haben etwas mehr als sechzig Kilo dabei. Perfekt, den Karton zu passenden Paketen zusammen tapen und Tetris spielen. Wir loten das Gewicht bis auf wenige Gramm aus. Nun ist das Boot um einige Souvenirs, Bücher und Kleider leichter. Das macht unsere Putzaktion einfacher. Wir räumen alle Schränke, alles Geschirr, Pfannen, Besteck und Lebensmittel aus. Putzen und sprayen alles mit Anti-Insekten-Mittel ein und hoffen, dass wir, sofern wir überhaupt Ameisen oder anderes Getier an Board hatten, nun frei von den Krabbeltieren sind. Die Australien-Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Behörden sind informiert. Den Wind behalten wir nach wie vor im Auge. Die Tage vergehen und wir denken immer in drei bis vier Tagen könnte es passen. Dann ändert sich wieder alles und wir haben keinen Plan mehr, ob es dann auch wirklich passen wird oder nicht.
Endlich finden wir einige Tage Zeit, um auch dieses Land etwas zu erkunden. Wir machen einen Spaziergang durch die Quartiere. Unser Ziel, ein Mangrovenwäldchen. Die Gebäude machen hier allgemein einen beständigeren Eindruck als in den letzten Südseestaaten. Der französische Einfluss ist überall spürbar. Wir stehen kurz etwas verloren an einer Kreuzung, schon hält ein Auto an und fragt, wo wir hinwollen. Gleich sitzen wir bei ihnen im Auto und fahren aus dem Quartier Richtung Strand. Eigentlich wollten wir an ein anderes Ort, doch hier sieht es nett aus, auch wenn wir jetzt weiter von unserem Ziel entfernt sind als zuvor. Wir steigen aus und können unseren Augen nicht trauen. Etwas grosses schwimmt direkt vor uns im Wasser. Ganz bekommen wir es nicht zu Gesicht. Anhand der Flosse und der langen Flipper tippen wir auf einen kleinen Wal. Einfach nur schön. Danke für die Fahrt. Ein paar Meter weiter Veranstalten sie ein Kanurennen. Die typisch polynesischen Kanus mit Ausleger haben wir bereits bei unserer Ankunft in Fatu Hiva bewundern können. Immer wieder haben auf unserem Weg durch den Pazifik die Sportler beim Training beobachtet und hier wohnen wir als Abschluss einer Regatta bei. Kurz vor unserem Tagesziel erreichen wir eine Eisdiele. Die Cornettos und das Eis sehen so lecker aus, doch unsere Geldbörse haben wir zu Hause vergessen. Wir erfrischen uns mit dem mitgebrachten Wasser und machen uns wieder auf den Rückweg. Unser zweiter Spaziergang führt uns alles der schönen Promenade entlang. Vorbei an Häfen, Klippen und weissen Stränden. Den Blick immer aufs Meer gerichtet zu den vorgelagerten Inseln. Ein herrlicher Sonntagsspaziergang. Am Ende steigen wir auf einen Hügel und bewundern die Aussicht bei einem kleinen Picknick. Wieder an der Promenade entdecken wir abermals eine der leckeren Eisdielen. Heute haben wir Geld mitgebracht und wir geniessen das beste Eis auf der südlichen Halbkugel. Beim abendlichen Wettercheck verspricht der Dienstag ein gutes Fenster zu werden. Somit beschliessen am Montag das Boot komplett klarzumachen, die restlichen Einkäufe zu tätigen und die Route mit Wind und Wetter abzugleichen. Montagmorgen, alles sieht immer noch gut aus. Am Abend sind wir bereit und schauen nochmals die Wettermodele an. Alles ist anders. Die grossen Gewitter sind wieder auf unserem Weg. Wir warten. Das Gewitterbild zeigt sich auch am Dienstagmorgen unverändert. Doch in Neukaledonien scheint die Sonne und wir mieten für einmal ein Auto. Wir fahren ins Landesinnere zum grossen National Park «de la rivière blue». Die Strasse schlängelt sich durch die Berge. Die Landschaft mit ihren roten Felsen und den endemischen Pflanzen zieht uns in seinen Bann. Fast verpassen wir die Einfahrt zum Park. Schnell abgebogen und wir stehen vor einer Barriere mit dem Schild «Fermé». Per Zufall kommt ein Ranger die Strasse entlang. Wir tauschen uns mit ihm aus und erfahren, dass der Park montags und dienstags geschlossen sei, es aber in der Region viele weitere Sehenswürdigkeiten gibt. Er zeigt uns diese auf der Karte und verabschiedet sich mit diesem herzlichen Lachen, welches wir in der ganzen Südsee so liebgewonnen haben. Sicher eines der Dinge die wir vermissen werden! Bevor wir weiterfahren, wandern wir zum blauen Fluss hinunter.
Niemand kreuzt unseren Weg. Der Fluss sucht sich seinen Lauf durch das regionstypische Gestein und bildet einen kleinen idyllischen Wasserfall. Wir verweilen etwas und geniessen die Einsamkeit. Mit dem Auto fahren wir am zerklüfteten Stausee entlang, biegen ab und finden uns nach einigen Kilometer auf einer weitläufigen Hochebene wieder. Wir sind in der geschützten Region von Netcha. Wir sehen uns etwas um und studieren die Wander- und Fahrradkarten. Zu Fuss könnte man hier eine siebentägige Wanderung durch diese schöne Region machen und in kleinen Schutzhäuschen mit Matratzen, Tisch und Feuerstelle übernachten. So viel Zeit bleibt uns nicht, doch wir könnten uns gut vorstellen hier eine Nacht zu bleiben. Für die Benutzung der Wanderwege müssen wir einen Eintritt bezahlen. Der nette Ranger hat erbarmen mit uns. Wir haben diesmal zwar das Portemonnaie dabei, doch praktisch kein Bargeld. Deshalb händigt er uns kurzerhand zwei Studenteneintritte aus. Einfach goldig. Der gutmarkierte Weg führt uns zuerst etwas in die Höhe, von wo wir eine herrliche Sicht auf den breiten Fluss haben. Ein Fluss ohne Tal. Er kämpft sich durch die Hochebene und fliesst moderat Richtung See. Nach einem kurzen Abstieg stehen wir am Fluss vor einem breiten Wasserfall. Als wir nach fünf Kilometer bereits wieder am Ausgangspunkt zurück sind, lädt der Fluss zum Baden ein. Eine willkommene Abkühlung. Zum Trocknen legen wir uns auf den warmen Holzsteg und verzehren im Schatten unser Picknick.
War die Strasse bis hier hin sehr gut, wird sie jetzt zunehmend schlechter. Bei einer Abzweigung fahren wir zuerst in die falsche Richtung, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass unser Weg auf der abgehenden Naturstrasse weitergeht. Ab und zu passieren wir einen Bach, nicht etwa über eine Brücke, nein. Querdurch. Tief ist das Wasser nie, da haben wir in Cartagena bei Regen schon schlimmeres gesehen. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende. Wetter-Check. Schwierig. Auf den WhatsApp- Gruppen sind sich die Segler ebenfalls unschlüssig. Die einen brechen auf, andere warten einige Tage. Wie wir. Wir wollen es noch etwas beobachten. Morgens machen wir das Nötigste auf dem Boot.
Am Nachmittag wird es jedoch so heiss, dass wir mit dem Bus zum nahegelegenen Strand fahren. Bekannte von uns schreiben, dass sie beschlossen haben, am Donnerstag die Segel zu hiessen. Dies ist für uns zu früh. Wie immer in den letzten Tagen, läuft bei uns die Diskussion über Wetter und allfällige Abfahrt heiss. Langsam sehen wir ein mögliches Fenster aufkommen und so beschliessen wir, falls die nächsten Updates nichts anderes sagen, den Hafen am Freitag zu verlassen. Und so soll es sein. Heute klarieren wir bei den Behörden aus. Wir treffen einige Segler mit der gleichen Idee, am Freitag in der Früh Richtung Australien zu segeln. Dies Bestärkt uns. Morgen lösen wir die Leinen für unsere letzte grosse Überfahrt. Das heimtückische Tief, welches sich ab dem 11. November ausbreitet, werden wir genau im Auge behalten. Unter Umständen werden wir nicht Coffs Harbour, unser eigentliches erste Ziel, sondern Brisbane anlaufen. Die Spannung soll auch bei der letzten grossen Fahrt nicht fehlen… Nun ja, eigentlich hätten wir nichts gegen gemütlich.






